Hochzeit auf Wolke 7 - Heiraten über den Wolken

Hochzeit auf Wolke sieben

Jeder möchte die Hochzeit seines Lebens erleben. Um das Besondere zu unterstreichen, werden die Zielorte immer ausgefallener. Abenteuerlustige Paare heiraten im Ausland, unter Wasser oder in der Luft.

Gemeinsam abheben: Trauung in Flugzeug, Hubschrauber und Ballon

Über den Wolken gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, eine Trauzeremonie durchzuführen; notfalls müssen Paare allerdings ins Ausland. So beispielsweise, um es einem englischen Brautpaar gleichzutun, das sich auf Doppeldeckern hat festbinden lassen: Drei Flugzeuge transportierten Braut, Bräutigam und Priester, das Ja wurde nicht gesagt, sondern zugewunken.
Auf einem Flugzeug ist der Ringtausch in Deutschland noch nicht möglich, aber eine Hochzeit im Flugzeug oder Hubschrauber ist ebenfalls begehrt und wird von manchem Standesamt angeboten. Teilweise werden Traumhochzeiten auf Fernflügen auch verlost, beispielsweise von Radiosendern. Den Standesbeamten gibt der Pilot kraft seines Amtes. Mit besonderer Romantik punktet daneben eine Hochzeit im Heißluftballon zumindest, wenn im Vorfeld auf einen „wetterfesten“ Zeitplan geachtet wurde.

Gemeinsam fallen lassen: Mit dem Fallschirm in die Ehe

Noch spektakulärer ist der Ringtausch im freien Fall. Ein Fallschirmsprung sollte gut überlegt werden. Keiner der Beteiligten sollte echte Höhenangst haben – das gilt auch für den Standesbeamten, der für solch ein Vorgehen zunächst einmal gefunden werden muss. Bereits ein Heißluftballon ist nicht jedermanns Sache, ebenso wenig ein Kleinflugzeug oder Hubschrauber, in dem die Insassen kräftig durchgerüttelt werden und man das Gefühl hat, beinahe frei in der Luft zu sitzen.

Ist jedoch ein mutiger Standesbeamter gefunden, steht der Trauung über oder zwischen den Wolken nichts mehr im Wege. Vor dem ultimativen Fallschirmsprung empfehlen sich ein paar Testsprünge, damit sich das Paar auf die notgedrungen kurze Zeremonie konzentrieren kann. Immerhin ist der Ringtausch in luftiger Höhe nicht ganz einfach, da sollte wenigstens das Körpergefühl, das ein Fallschirmsprung aus 4000 Metern Höhe hervorruft, etwas vertraut sein.

Zu dieser speziellen Hochzeit passt das Rüschenkleid mit Schleppe wenig, die Braut müsste für solch ein Risiko schon eine versierte Springerin sein. Es ist nicht nur ausgesprochen kalt dort oben, ein langes Kleid erschwert die Landung erheblich. Ein Schleier wäre geradezu gefährlich. Alternativ kann die Trauung vielleicht in einem weißen Spezialanzug vorgenommen werden. Paare und Standesbeamte, die sich mit dem Springen nicht auskennen, werden von Profis per Tandemsprung nach unten befördert und müssen sich unterwegs praktischerweise nur noch um den Ringtausch kümmern. Die Papiere werden nach der Landung unterschrieben und zur Feier darf es dann auch das weiße Hochzeitskleid sein.

  

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