Notfallplan für Partys - So kommen die Gäste garantiert in Stimmung

Partygäste

Nix los statt völlig losgelöst! Allerorts lahme Enten statt Partylöwen. Auf dem gesamten Partygelände herrscht Langeweile. Die Musik dudelt unmotiviert vor sich hin, die Gäste, von denen die Hälfte vielleicht erst gar nicht erschienen ist, blicken unsicher im Raum herum und klammern sich an ihr Getränk. Höchste Zeit für den Gastgeber, etwas zu unternehmen! Manchmal erfordern drastische Situationen allerdings auch drastische Maßnahmen. Und keine Frage: Nicht vieles hat einen ähnlich hohen, dramatischen Im-Boden-versink-Faktor, als die eigene Party, die total schief läuft.

Man könnte jetzt zu vermeintlich altbewährten Party-Mittelchen greifen. Man wirft die alte Karaoke-Maschine an oder schlägt den Leuten vor, man könne ja ein „lustiges“ Gesellschaftsspiel spielen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Nur Ihre allerdicksten Freunde würden das Ihnen zuliebe mitmachen. Dem Rest vom Schützenfest würden vermutlich plötzlich viele Dinge einfallen, die sie daheim ganz vergessen haben zu erledigen: Goldfische füttern, Müll rausbringen, Mutti ins Bett bringen. Die Party würde sich vermutlich schneller leeren als ein Glas trockener Martini in den Händen von James Bond.

1. Kriseninterventionstipp:

Der wichtigste Spaßfaktor für gelungene Partys: die Gäste! Sie können in der langweiligsten, dunkelsten Spelunke am Stadtrand feiern: Wenn Sie dort zusammen mit Leuten sind, mit denen Sie dicke sind und die Partyfeuer in den Genen haben, rocken Sie auch hier die Bude. Deswegen: Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Partygesellschaft immer auf einen ausreichend hohen Anteil an partyerfahrenen Stimmungskanonen.

2. Kriseninterventionstipp:

Der Worst-Case-Klassiker: Ihre Gäste tanzen unter der Decke und plötzlich ist das Bier alle. Drei Möglichkeiten: Erstens: die beiden gehtauglichsten Freunde zur nächsten Tanke zum Bier Holen schicken. Und damit’s nicht so lange dauert, geben Sie dem einen davon beiläufig mit auf den Weg, dass sich gerade die rattenscharfe Blondine in dem blauen Kleid bei Ihnen nach seinem Beziehungsstatus erkundigt hat. Zweitens: den Nachbarn wachklingeln. Informieren Sie ihn anstandshalber zuerst darüber, dass Sie nebenan eine Party machen und fragen ihn dann, ob Sie sich von ihm seine gesamten Alkoholvorräte ausleihen könnten. Zur Party ist er natürlich auch herzlich eingeladen. Beiläufig erwähnen, dass Sie auch nicht damit gerechnet hätten, dass bei dem Frauenüberschuss auf Ihrer Party so viel getrunken wird. Drittens: einen Bierlieferservice anrufen. Nachteil: teuer und geringer Spaßfaktor.

3. Kriseninterventionstipp:

Letzter Notfallplan: Facebook. Party-Einladung an „alle“ im Stadtgebiet „plus 20 Kilometer“ senden mit genauer Adressangabe und dem Zusatz, dass unter anderem Til Schweiger erwartet wird. Dann heißt es noch circa eine halbe Stunde zu überbrücken, bis die ersten Facebook-Gäste einlaufen. In der Zeit die lokalen Medien über das Event informieren und einen geeigneten Platz zum Untertauchen für die nächsten zwei Wochen überlegen.

Und wenn das alles nichts hilft: dann einfach die gute alte Kopf-in den-Sand-Methode anwenden. Einfach Langeweile und die hängenden Gesichter der Gäste ignorieren und sich selbst der liebste Partygast sein. Übertreffen Sie sich selbst an Wortwitz, guter Laune und Trinkfreude, lachen Sie sich munter durch den Abend und wenn der letzte Partygast schließlich um 23 Uhr die Feier verlassen hat, verabschieden Sie sich in den wohlverdienten Party-Feierabend. Die nächste Gelegenheit für eine Party kommt bestimmt und dann heißt es: neues Spiel, neues Glück!

 


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