Trends

Trash the Dress - Ein Hochzeitstrend für Mutige!


Normalerweise hängt Frau das gereinigte Kleid nach der Hochzeit in den Schrank, um ihm anlässlich der kommenden Hochzeitstage ein sentimentales Lächeln zu schenken. Inzwischen allerdings dürfen sich manche Hochzeitskleider ihre Reinigung redlich verdienen: bei einem Trash-the-Dress-Fotoshooting als ganz besonderes Andenken an den großen Tag.

Humorvoller Stilbruch auf Euren Hochzeitsfotos

Wenn alle Verwandten endlich auf den Familienfotos verewigt sind, die Torte verspeist ist und weinselige Freunde ihren künftigen Kater ausgiebig gepflegt haben, wird es Zeit für Hochzeitsfotos der anderen Art: „Trash the Dress“ lautet der Name einer vermutlich vom US-Amerikaner John Michael Cooper 1993 erfundenen Spielart der Hochzeitsfotografie. Die Idee hinter solchen Hochzeitsfotos ist denkbar einfach: humorvoller Stilbruch. Das Brautkleid aus seiner altbekannten Wohlfühlzone und in einen völlig neuen Kontext zu entführen, ist das Ziel der Trash-the-Dress-Hochzeitsfotografie. Dabei soll die Foto-Session vor allem Spaß machen und der Persönlichkeit des Brautpaars entsprechen. Lasst Eurer Fantasie also ruhig freien Lauf: Was immer realisierbar und für Hochzeitskleider abseits des üblichen Ambientes ist, eignet sich für Trash-the-Dress-Fotoshootings.

Eine gute Location ist die halbe Miete

Für die Stimmung auf den Hochzeitsfotos ist die Location entscheidend. Pure Romantik verspricht eine Kulisse mit Gewässern oder weiten Landschaften: Drapiert Euch in Ihrem Hochzeitskleid am Meeresstrand, badet in einem verwunschenen Teich oder in einem malerischen See. Schmiegt Euch an einen am Ufer umgestürzten Baum oder kuschelt Euch auf einer Waldlichtung ins Moos. Mit oder ohne Ehegatten, in Gesellschaft von Familie und Freunden oder ganz allein, in stillem Gedenken an das vergangene Single-Dasein.
Teil einer dramatischen Punk-Inszenierung wird Eure blütenweiße Festgarderobe vor verfallenen oder verlassenen Industriegebäuden, Ruinen von Wohnhäusern, technischen Großanlagen (Kraftwerke, Häfen, Bergwerke, Bahnhöfe und -gleise) oder wüsten Landschaften (Steinbrüche, Kiesgruben, Schrottplätze). Mit diesem Stil vertretet Ihr die Grundidee des Trash the Dress, Hochzeitskleider in einen völlig unpassenden Kontext einzubinden. Ob Ihr euch in Eurem kompletten Outfit inklusive Make-up oder mit einigen Veränderungen in so einer Umgebung ablichten lasst, liegt wiederum bei Euch: Die vollkommene Hochzeits-Ausstattung setzt Euch als Brautpaar in Kontrast zur Umgebung, während Ihr Euch mittels zum Milieu passender Accessoires (Schraubenschlüssel, Autoreifen, Werkzeugkasten, Arbeitsstiefel oder -handschuhe …) direkt darauf beziehen könnt.

Farbe ins Spiel bringen

Eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Trash-the-Dress-Gedankens ist die Idee, Farbe auf das weiße Brautkleid zu bringen. Wie das geschieht, ob spielerisch oder künstlerisch, bleibt Eurem Geschmack überlassen. Im Beisein Eurer Lieben ein Happening zu veranstalten, bei dem Eure Hochzeitsgarderobe mit Farbbällen beworfen wird, ist sicherlich eine der fröhlichsten, aber auch radikalsten Varianten. Wenn Ihr zum Künstlerischen neigt, bezieht Euch doch einmal selbst in ein Graffito ein oder lasst Euch komplett bemalen und als „Skulptur“ fotografieren.