Ratgeber Checklisten

Die optimale Sitzordnung für die Hochzeit


So eine Sitzordnung für ein großes Fest muss ordentlich geplant sein, wenn alles glatt laufen soll. Die größte Angst bei vielen Brautpaaren: Größere Streitgkeiten und Katastrophen! Die sollten am besten dort bleiben, wo sie hingehören. Nämlich zuhause! Was die perfekte Sitzordnung damit zu tun hat und viele Tipps und Tricks rund um Tischform, Brauttisch, Platzbedarf und Co verraten wir Euch heute in unserem Wedding Know-How.

Erste Schritte bei der Planung der Sitzordnung

Niemand sitzt gerne ganz alleine in einer Gruppe von Menschen, die er nicht kennt. Noch weniger gerne sitzt er eingequetscht, ohne Beinfreiheit neben jemanden, den er nicht leiden kann. Bei der perfekten Sitzordnung ist Feingefühl gefragt. Aber wo fängt man am besten mit der Planung an?

Am einfachsten geht die Planung der Sitzordnung von der Hand, wenn man bereits eine Gästeliste erstellt hat und weiß, wer kommen wird. Denn dann könnt Ihr schon konkret werden. Aber auch wenn das noch nicht so ganz klar ist, weil noch einige Zu- oder Absagen ausstehen, kann man mit der Planung beginnen. Wichtig ist es zu wissen, wie viele Personen in etwa kommen. Zehnerschritte bei der Gästeanzahl reichen dabei vollkommen aus. Werden eher 50 – 70 Gäste kommen oder doch 100 – 120?

Übrigens: Wusstet Ihr, dass man bei kleinen bis mittelgroßen Hochzeiten mit zwischen 10 – 50 Personen rechnet? Alles darüber zählt bereits zu den größeren Hochzeitsfeiern. Unsere Zahlenangaben sollen Euch allerdings nicht verwirren, seht sie als circa Wert.

Nach der groben Anzahl der Hochzeitsgäste auf Eurer  Gästeliste richtet sich auch die Größe Eurer Location. Denn für jeden Saal gibt es eine maximale Anzahl an Personen, die darin untergebracht werden können. Das hat zum einen mit der Raumgröße zu tun, zum anderen damit, dass nicht jede Tischform in jeden Raum passt.

Warum die Tischform für Location und Platzbedarf entscheidend ist

Ihr merkt schon, die Anzahl der Gäste, der Platz in der Location und die Tischform, das heißt die Art, wie die Tische innerhalb des Saales angeordnet werden können, gehen Hand in Hand.

In unserer Infografik haben wir Euch einmal die verschiedenen Tischformen, die sich perfekt für eine Hochzeit eignen, zusammengestellt. Wir haben uns nach der Größe der Feier und dem nötigen Platzbedarf pro Person gerichtet.

Bedenkt unbedingt bei der Planung, dass Ihr ausreichend Platz für Eure Gäste einplant. Denn niemand möchte gerne lange an einem Tisch sitzen, bei dem das Tischbein ständig einengt.

Die beliebtesten Tischordnungen für die Hochzeit

Sicher kennt Ihr bereits einige Arten, die Tische im Raum zu verteilen, vielleicht hat man Euch in Eurer Location schon einige Vorschläge dazu gemacht. Aber warum sind es gerade T-Form, E-Form und U-Form, die für Hochzeitsfeiern so beliebt sind? Diese drei Tischformen haben alle eines gemeinsam: Den perfekten Blick auf den Brauttisch. Jeder kann das Brautpaar aus allen Winkeln sehen. Und das Beste: Auch Ihr seht alle Gäste!

Für die E-Form und klassische U-Form braucht Ihr in etwa pro Person 3m2 Platz im Saal. Habt Ihr den? Dann macht es Sinn, diese Tischform zu stellen, denn jeder Eurer Gäste hat ausreichend Platz, um die Füße auszustrecken und bequem zu essen. Habt Ihr etwas weniger Platz, aber in etwa die gleiche Anzahl an Gästen, also zwischen 10 – 50 +/- 20 Personen, eignet sich wahrscheinlich eine T-Form sehr gut. Denn hier braucht ihr nur etwa 2m2 Platz pro Person.

Sowohl bei U-Tischform, E-Form und T-Form ist die lange Tafel als Ehrentafel für das Brautpaar vorgesehen. Daneben finden dessen engste Verwandte Platz. An den Längsseiten und Erweiterungen der Tafel finden werden die restlichen Gäste platziert. Gerne dürfen dabei die Paare auch gegenüber platziert werden, das erleichtert das Gespräch mit den anderen Hochzeitsgästen.

Für kleine Hochzeiten, also zwischen 20 – 50 Personen könnte sich die geschlossene U-Form eignen, denn hier liegt der Vorteil darin, dass sich alle Gäste gegenseitig sehen und sich so auch besser unterhalten können.

Für jede Hochzeitsfeier, die weit über 70 Personen hinausgeht solltet Ihr Euch überlegen, ob es nicht sinnvoll ist die Hochzeitsgäste in kleinere Grüppchen aufzuteilen und somit die Sitzordnung ein wenig zu entzerren. Frei stehende Tische und lange Tafeln eignen sich bei dieser Personenanzahl am besten. Denn auch hier ist der persönliche Platzbedarf pro Person nicht allzu groß. Nur etwa 1m2 pro Gast muss einberechnet werden.

Übrigens: Wusstet Ihr, dass die bevorzugte Tischanordnung „freistehende, runde Tische“ ist? Das liegt daran, dass die Kommunikation bei dieser Anordnung erleichtert wird. Denn man hat insgesamt bis zu acht verschiedene Gesprächspartner in seiner direkten Nähe.


Wer sitzt wo am Brauttisch – die traditionelle Sitzordnung

Aber die eigentliche Frage bei der Sitzordnung ist doch: Wer sitzt wo am Brauttisch? Und wie werden die Hochzeitsgäste sinnvoll platziert?

Berücksichtigt man die traditionelle Sitzordnung sitzt an der Ehrentafel, dem Brauttisch, das Brautpaar in der Mitte. Die Braut sitzt dabei rechts vom Bräutigam. Neben der Braut sitzt der Bräutigamvater, also ihr Schwiegervater. Neben dem Bräutigam sitzt die Brautmutter. Daneben die jeweiligen Partner.  Anschließend folgen die Trauzeugen, die Geschwister, jeweils mit ihren Partnern und die Großeltern. Alle anderen Gäste sitzen an den Tischen.

Allerdings wird diese Sitzordnung bei den wenigsten Hochzeiten eingehalten. Viel öfter sitzt das Brautpaar mit seinen engsten Freunden und Trauzeugen am Brauttisch und alle anderen Gäste werden nach Alter und Interessen platziert. Die Eltern und Großeltern jedoch immer, sozusagen als Wertschätzung, in unmittelbarer Nähe der Brautleute.

Die Platzierung nach Interessen ist generell sehr sinnvoll, um die Gespräche der Gäste in Gang zu setzen. Denn oftmals kennen sich viele Hochzeitsgäste nicht und da kann es schwierig werden richtig ins Gespräch zu kommen. Gemeinsame Interessen können als Eisbrecher dienen. Genauso förderlich für eine gute Kommunikation am Tisch ist es, Paare gegenüber zu setzen, denn so bleibt ausreichend Möglichkeit auch mit seinen Sitznachbarn ins Gespräch zu kommen.

Was ist eigentlich mit einem Kindertisch – und andere Tipps rund um die Sitzordnung

Bei einer guten Sitzordnung solltet Ihr auch immer an Eure Kleinen Gäste denken. Ein Kindertisch eignet sich super, wenn mehr als vier Kinder eingeladen sind, die alle über vier Jahre alt sind. Jüngere Kinder, sollten gerade beim Essen bei ihren Eltern sitzen. Auch Jugendliche freuen sich über einen eigenen Tisch, fernab von „nervigen“ Erwachsenen. Kindertische können auch extra dekoriert werden oder bereits mit Malbüchern oder altersgerechten Spielsachen ausgestattet werden. So kommt sicher keine Langeweile auf und sowohl Eltern als auch Kinder können eine angenehme Hochzeitsfeier genießen.

Gesucht und Gefunden!

Um es den Gästen zu erleichtern ihren Platz zu finden, eignen sich Tischkarten und Platzkärtchen, die zusammen mit den Menükarten auf den Tischen platziert werden. Auch ein großer Sitzplan am Eingang des Raumes kann bei der Suche hilfreich sein. Gerade dann, wenn es sich um eine große Hochzeit handelt. Kreativ ist es, den Tischen auch Namen zu geben oder die einzelnen Tische mit Fotos des Brautpaares zu dekorieren. Vor allem Fotos von Braut und Bräutigam, im selben Alter wie die Zahl der Tischnummer eignen sich perfekt.

Checkliste für die Sitzordnung

Ihr seht, bei einer guten Sitzordnung muss an Vieles gedacht werden. Damit Ihr nichts vergesst, haben wir Euch noch einmal die wichtigsten Fragen in einer Checkliste zusammen gefasst. Könnt Ihr all diese Fragen beantworten, steht einer guten Sitzordnung auf Eurer Hochzeit nichts mehr im Weg.

  1. Gästeliste erstellt? Wie viele Gäste werden kommen?
  2. Wie viel Platz bietet die Location?
  3. Welche Tischform eignet sich?
  4. Wer sitzt am Brauttisch? Traditionelle Sitzordnung oder lieber frei?
  5. Personen nach Interessensgruppen und Alter platzieren?
  6. Können alle Gäste bequem sitzen? Sind Tischbeine im Weg?
  7. Mehr als vier Kinder? An den Kindertisch denken!
  8. Ausreichend Platz für den Geschenketisch? Das Buffet und die Tanzfläche?
  9. Lautsprecher weit genug vom letzten Gast entfernt platziert, sodass der sich noch gut unterhalten kann?
  10. Sind Ersatzstühle vorhanden, um den Gästen die Möglichkeit zu bieten sich auch einmal umzusetzen, um sich mit den anderen Gästen zu unterhalten, ohne jemandem den Stuhl zu klauen?

 

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Planen!

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